1. Bei der  Bürgerbeteiligung  stellten zwei Damen das Monsterprojekt Talgasse und das ebensolche Projekt Josef-Track-Straße sachlich, bestinformiert, aber sichtlich betroffen vor und richteten einen dringenden Appell an den BGM, beide Bauprojekte so nicht nochmals zu genehmigen. (Beide wurden in erster Instanz genehmigt, wegen des Einspruches der Anrainer kommt die Sache in den Vorstand als 2. Instanz. Dort hat die ÖVP +GGR Dutzler die Mehrheit)
    Die Damen berichteten auch von Aussagen des zuständigen Beamten beim Land, Herrn DI Bayer, der durchaus Handlungsmöglichkeiten der Gemeinde gesehen hatte. In beiden Fällen.Dieser hatte auch darauf hingewiesen, dass die Gemeinde im eigenen Wirkungsbereich sehr wohl bestimmte Einwohnerdichten pro Hektar erlassen könne. Womit solche stark verdichteten, großvolumigen Bauten nicht mehr möglich würden.
  1. Dann wurde abgestimmt, ob ein  Antrag auf Bürgerbefragung, der als Dringlichkeitsantrag der FPÖ vorlag in die Tagesordnung aufgenommen werden sollte. Auf Nachfrage mehrerer Gemeinderatsmitglieder, um welche Befragung es sich handelte, verweigerte BGM Buchner die Auskunft. Der Antrag wurde auf die Tagesordnung gesetzt.
  1. Nach einer konstruktiven Sitzung kam nun dieser Antrag zur Verlesung. Fr. Cupak, die Antragstellerin, ersuchte Herrn BGM Buchner, den Antrag zu verlesen, um ihn zur Abstimmung zu bringen. Nun, der Antrag war sehr kompliziert und verworren, akustisch schwer zu folgen er lag den Mandataren nicht in schriftlicher Form vor!– die Botschaft war aber klar:

Antrag auf Abhaltung einer Bürgerbefragung über ein verkleinertes Sportplatzprojekt auf der Feldwiese, incl. Laufbahn und Beachvolleyball-Platz.

In der darauf folgenden Diskussion stellten Gemeinderäte der Grünen und der SPÖ fest, sie fühlten sich komplett überfahren, und man  könnte schon aus diesem Grund jetzt nicht guten Gewissens über eine so wichtige Frage abstimmen.Des Weiteren sahen die Grünen keinerlei Grund, die Bevölkerung nochmals zu befragen, da sich am Wert der FW als Erholungsgebiet nichts geändert habe.

Frau DI Kisser erinnerte den BGM an sein Versprechen, sich an das Ergebnis der ersten Befragung zu halten, in der immerhin mehr als 60% der Bevölkerung gegen eine Verbauung der Feldwiese gestimmt hatten.

Frau Dr. Fritz von Pro Mauerbach erinnerte an die sehr angespannte finanzielle Situation der Gemeinde durch den Wegfall der Einnahmen aufgrund der Schließung der FA Agens-Ketterl. Deshalb wurden im Budget, das wenig früher diskutiert und einstimmig angenommen worden war, so wichtige Dinge wie Straßensanierung, Kanalsanierung oder auch das Pilotprojekt Ortstaxi stark gekürzt bzw. hinangestellt. Da sei die Frage, ob man  sich zur Zeit ein so großes Projekt für den Fußballverein leisten könne und wolle.

Die Grünen ergänzten, eine rasche Abstoßung des alten FB-Platzes an irgendeinen Bauträger läge wohl nicht im Sinne der MauerbacherInnen, da dies eine der letzten Baulandreserven wäre.

Mag. Beran (SPÖ) und DI Kisser (GRÜNE) stellten einen Gegenantrag: Man möge die Frage in den zuständigen Ausschuss verweisen, dort diskutieren und dann wieder im GR behandeln. Dieser sehr vernünftige Gegenantrag wurde mit 11:11 Stimmen und einer Enthaltung seitens der ÖVP (gilt als Nein-Stimme) abgelehnt.

Bevor nun die ÖVP den Antrag der FPÖ mit ihren, Herrn Dutzlers und Frau Cupaks (FPÖ) Stimmen durchbringen konnte (man bedenke, da wäre ein völlig unausgegorener, undiskutierter, nur sehr schwer akustisch verständlicher Befragungstext gleich mitabgestimmt worden!) verließ die Opposition die Sitzung, um Ärgeres zu verhindern.

War dieser Bürgermeister nicht 2015 angetreten mit dem Versprechen, alle Themen sachlich und transparent zu behandeln?

Ich erinnere mich noch gut an die empörten, vorwurfsvollen Reaktionen mancher ÖVP-Mandatare, als wir im Jänner 2016 im Kiebitz davon berichteten, dass die ÖVP eine neuerliche Abstimmung anstrebe!

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