Bei aller Liebe zu Sachlichkeit und Vernunft – die derzeit in Mauerbach in Umlauf befindlichen krausen Vorwürfe gegen die Grünen können nicht unwidersprochen bleiben.

Wie immer ist es nützlich, die Fakten darzulegen:

Auf Facebook und in einer Aussendung wird den Grünen vorgeworfen, den Herrn Bürgermeister zum Amtsmissbrauch anzustiften. Das ist jetzt schon recht zum Lachen. Ich denke nicht, dass unser Herr Bürgermeister sich zu einem Missbrauch seines Amtes hinreißen lässt, nur weil grüne Mandatare gemeinsam mit vielen Anrainern wegen eines überproportionalen

2 der geplanten 7 Mehrfamilienhäuser

Bauprojektes in der Talgasse am Allerheiligenberg in großer Sorge sind. In der Auffassung der Möglichkeiten des Bürgermeisters gibt es Unterschiede, das ist korrekt.  Herr BGM Buchner ist der Überzeugung, dass dieses Projekt der NÖ- Bauordnung entspricht und er daher  keine Möglichkeit hat, – nachdem alle Auflagen hinsichtlich der befürchteten Hangrutschungen offensichtlich zur Zufriedenheit der Baubehörde erfüllt sind- die Genehmigung zu verweigern.

Wir sind der Meinung, dass § 56 der NÖ Bauordnung ausreichend Spielraum böte, um eine Abänderung des Bauvorhabens in Hinblick auf Aussehen und Volumen und Versiegelungsgrad der Grundstücke zu erwirken.

Viele ältere Mauerbacher werden sich noch daran erinnern, dass bis vor einigen Jahren in NÖ und auch in Mauerbach nicht einmal Flachdächer genehmigt wurden – unter Berufung auf den § 56.

Bei den Diskussionen um das neue Raumordnungsprogramm für Mauerbach vor einigen Jahren war es den BürgerInnen ein großes Anliegen, die durchgrünte, lockere Struktur der Wohngebiete zu erhalten.

 Noch einmal zum Abschluss:
Wir sind anderer Meinung, aber wir stiften niemanden zu einer gesetzeswidrigen Tat 

§56 der NÖ Bauordnung:

Ortsbildgestaltung

(1) Bauwerke, die einer Bewilligung nach § 14 bedürfen oder nach § 15 der Baubehörde anzuzeigen sind, sind so zu gestalten, dass sie in einem ausgewogenen Verhältnis mit der Struktur und der Gestaltungscharakteristik bestehender Bauwerke im Bezugsbereich stehen. Dabei ist auf die dort festgelegten Widmungsarten sowie auf die Charakteristik der Landschaft, soweit sie wegen des Standorts des geplanten Bauwerks in den Bezugsbereich einzubeziehen ist, Bedacht zu nehmen.

(2) Bezugsbereich ist der von allgemein zugänglichen Orten zugleich mit dem geplanten Bauwerk sichtbare Bereich, in dem die für eine Beurteilung relevanten Gestaltungsprinzipien wahrnehmbar sind.

Struktur ergibt sich aus den Proportionen der einzelnen Bauwerke, deren Baumassen und deren Anordnung zueinander.
Gestaltungscharakteristik ergibt sich aus den im Bezugsbereich überwiegenden Gestaltungsprinzipien wie z. B. Baukörperausformung, Dach-, Fassaden-, Material-, Farbgestaltung unabhängig von Baudetails und Stilelementen.

Hier noch ein Link für Interessierte: mauerbach-kritik-an-wohnbau-in-talgasse-d1938583.html

 Zweiter Generalangriff auf die Grünen und die AG Sport im Ort: 

Zuerst die seltsamen Transparente mit kryptischen Sätzen, dann die Plakataktion, die eindeutig dem Urheberrechtsgesetz widerspricht. Es soll ja wohl so aussehen, beim raschen Vorbeifahren, als ob die AG Sport, unterzeichnet von ihren Mitgliedern, bekanntgäbe, dass es keine Alternative zum Standort Feldwiese gäbe.

Und nun, um noch eins draufzusetzen, die Aussendung von Herrn Pilter.
Inhaltlich ist dazu alles gesagt.

Wir sind nach langer, und entgegen Herrn Pilters Eindruck, guter Arbeit nicht zu dem erstrebten Ziel gelangt, einen Standort für eine neue Anlage zu finden, die die sporttechnischen und die behördliche Zustimmung findet. Das ist sehr schade und traurig für den Fußball. ABER ES IST NICHT UNSERE SCHULD, so gerne jetzt auch die ÖVP und der SCM einen Schuldigen präsentieren wollten.

Dem Selbstverständnis der Grünen entspricht es – wenig überraschend!- sich für die Natur, die Umwelt und auch für die Lebensumwelt der Menschen einzusetzen. Das führt zwangsläufig zu Konflikten.

Können wir diese aber bitte möglichst sachlich und ohne Untergriffigkeiten abhandeln?

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