Die Fahrradgeschichte – Oder: Mauerbach ist anders

Das Land NÖ will das Radfahren propagieren und denkt sich dazu allerhand Aktionen, Angebote an Gemeinden und so weiter aus. Ein Mail informiert über die Möglichkeit für Gemeinden, ein Rad mit dem Schriftzug der Gemeinde günstig zu bekommen, als „Dienstfahrrad“ sozusagen.

Eine Rundfrage im Amt, in Schule und Kindergarten erbrachte ein erfreuliches Ergebnis: Es fanden sich gleich vier Bedienstete, die gerne durch Mauerbach zur Arbeit radeln wollten  oder Amtswege mit einem solchen erledigen wollten – als gutes Beispiel für ernst genommenes Umweltbewusstsein!

Besonders im Kindergarten war man ganz begeistert und wünschte sich als zweiten Schritt noch einen Fahrradständer. Die beiden interessierten Kolleginnen waren fest von dem positiven Beispiel und von der Vorbildwirkung überzeugt.

Alles bestens – Beschluss im Ausschuss, Weiterleitung an den Vorstand und ….  Einwände, Bedenken, Kritik von der folgenden Sorte: „Aber da könnte ja wer auch privat damit fahren!“ „Und wer übernimmt da die Haftung?“ „Der Weg zur Arbeit darf da aber nicht mit dem Dienstfahrrad gefahren werden.“ „Und wer sind überhaupt die, die das wollen?“ „Und jetzt kommt ja eh der Winter.“

„Und überhaupt, wos brauch ma des?“  wäre wohl eine ganz passende Zusammenfassung.

Übrigens: Außer uns hatte keine Gemeinde Bedenken gegen die Aktion „Gemeinderäder“. Im Gegenteil, es soll Nachbargemeinden geben, die den Erwerb eines eigenen Gemeinderades gerne und mit Stolz als klimafreundliche, progressive Maßnahme in den Medien präsentiert!

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