UNGLAUBLICH ABER WAHR

Nun ist die Katze aus dem Sack.
Die ÖVP denkt laut über eine neuerliche Volksbefragung zum Thema Fußballplatz auf der Feldwiese nach. Man hält es zwar als normal denkender Bürger nicht für möglich. Denn schließlich haben sich fast 60% der Bevölkerung ins Wahllokal bemüht, fast ebenso viele wie bei der Gemeinderatswahl 2015.
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Um das Ergebnis nochmals in Erinnerung zu rufen, hier die Zahlen:
60,11% sprachen sich gegen die Verbauung der Feldwiese aus, 39,89% dafür.
Fast die Hälfte, nämlich 49,11% der BürgerInnen sprach sich für die Sanierung des Altplatzes aus.

Also keine Spur von Gegnerschaft zu Jugend und Sport.

 UMBAU DES SCM 

Im November wählte der SCM einen neuen, verkleinerten Vorstand. Die Kampfmannschaft und Reserve lösten sich auf. Ein Teil der Jugendmannschaften trainiert und spielt als SCM disloziert in Gablitz und Purkersdorf, die Frauenmannschaft in Tullnerbach. Die Kinder bis zur U10 spielen weiter in Mauerbach.

Im Dezember führte der Vorstand mit allen Fraktionen sachliche Gespräche. Alle zeigten sich sehr an einer Lösung des Problems interessiert. Auch der zuständige Ausschuss Sport und Kultur befasste sich mehrfach mit dem Thema. Als einzige akzeptable Alternativlösung erscheint die Hainbucherstraße. Alle sind sich einig, dass man nicht auf andere Sportarten für andere Zielgruppen (Beachvolleyball!) vergessen darf.

 

 BAULANDRESERVE NICHT VERSCHLEUDERN 

Wir Grünen würden einer Verbauung des alten Sportplatzes nur zustimmen, wenn diese von einer Baugesellschaft geleistet wird, die Erfahrung mit modernem Wohnen hat: sozial- und generationendurchmischte Wohneinheiten, Startwohnungen ebenso wie qualitätsvolle Genossenschaftsbauten und altengerechte Einheiten. Darüber hinaus natürlich energieeffizient und ökologisch einwandfrei.

 

 BAULANDRESERVE NICHT VERSCHLEUDERN 

BGM Buchner beauftragte im Jänner den Herrn Vizebürgermeister Hackl mit der Klärung sämtlicher relevanter Fragen zum Alternativstandort Hainbucherstraße. Herr Hackl hat bereits erste Schritte gesetzt, sich mit allen Fraktionen bezüglich Alternativstandorten ausgetauscht und die erste Sitzung der AG „Sport im Ort“ hat bereits stattgefunden. Alle Beteiligten sitzen an einem Tisch. Ab jetzt gibt es kein Gegeneinander mehr. Alle werden informiert und können sich einbringen.

Der Fußballverein drängt sehr, da die derzeitige Situation mit dislozierten Mannschaften natürlich keine Dauerlösung sein soll. Laut dem neuen Obmann, Herrn Mischa Eheim, ist der Fußballverband bereit, Provisorien länger als vorgesehen anzuerkennen, wenn eine Lösung in Aussicht ist. Die Bewilligung für den alten Platz ist übrigens, entgegen anders lautenden Meldungen, aufrecht und auch nicht befristet.

Herr BGM Buchner setzte Herrn Vizebgm. Hackl eine Deadline bis März. Das erscheint nun doch etwas unrealistisch, wenn man bedenkt, dass die Projektierung des Standortes Feldwiese so an die 4 Jahre gedauert hat. Für den Fußballverband NÖ ist, Herrn Eheim zufolge, ja nur wichtig, dass ernsthaft etwas weitergeht.

Und es geht etwas weiter!

 

 FRAGEBOGEN – MITBESTIMMUNG – ALLER GEMEINDEBÜRGER 

In der kommenden Gemeindezeitung wird ein Fragebogen an alle Haushalte gehen. Diese sind eingeladen, ihre sportlichen Aktivitäten, vereinsgebunden oder –ungebunden, und Wünsche darzutun. Daraus soll abgeleitet werden, welche Sportarten neben dem Fußball besonders gefördert werden sollen.

Die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit sollte alle, auch die zum Teil noch zurückhaltenden Mandatare der ÖVP dazu bewegen, kollegial und sachlich in dieser Angelegenheit mitzuwirken. Um unsere Anliegen beim Land durchzusetzen braucht es ein geschlossenes Auftreten. Man muss den Beamten klarmachen, dass die Hainbucherstraße die letzte Chance für einen vollwertigen Fußballverein in Mauerbach ist.

 

 KEIN PLAN B 

Um mit Angela Merkel zu sprechen: „Wir haben keinen Plan B. Wir arbeiten mit aller Kraft an Plan A, weil wir den für den einzig möglichen halten.“

 

Zur Vorstellung mancher ÖVP-Mandatare, man könne durchaus mit einem Sieg rechnen, wenn man das Volk nochmals befragt, vielleicht mit einem etwas verkleinerten Projekt, fällt einem nur der legendäre Wolfgang Ambros-Song ein:

Zwickt’s mi, i man i tram!
Des derf net wohr sein, wo samma daham?
Zwickt’s mi, ganz wurscht wohin!
I kann’s net glaub’n, ob i ang’soff’n bin?
Ober i glaub, da hlft ka Zwicken,
kunnt‘ ma net vielleicht irgendwer ane pick’n?
Danke, jetzt is‘ ma klor,
es ist wohr, es ist wohr.