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FELDWIESE GERETTET!!

Aufruf zu vernünftigen Gesprächen!

Deutliches NEIN zum Projekt Fußballplatz Feldwiese
Die Volksbefragung zum Thema Fußballplatz hat ergeben, dass die Mauerbacher und Mauerbacherinnen sich mit großer Mehrheit gegen das Projekt auf der Feldwiese ausgesprochen haben.

Die enorm hohe Wahlbeteiligung (58% – nur wenige Prozentpunkte unter der Beteiligung bei der letzten Gemeinderatswahl!) zeigt, wie wichtig und ernst die Bevölkerung diese Frage nimmt.
Danke an alle, die die Mühe nicht gescheut haben.
Damit ist wohl klar, dass die Feldwiese nicht verbaut wird.

Eine unüberlegte Wahlempfehlung
Bei der 2. Frage haben sich die Fußballer durch ihre Wahlempfehlung wohl ein Eigentor geschossen: Dadurch, dass aufgerufen wurde, die Frage der Sanierung des Platzes mit „nein“ zu beantworten, ist auch diese Frage in Summe abgelehnt worden.

Allerdings muss man sich da, um den Wählerwillen zu erkennen, die Ergebnisse in den einzelnen Sprengeln genau ansehen: In drei Sprengeln hat die Bevölkerung FÜR eine Sanierung des Sportplatzes gestimmt, bei gleichzeitig außerordentlich deutlicher Ablehnung des Feldwiesenprojektes.

Damit ist klar: Die MauerbacherInnen haben nichts gegen die Jugend, gegen den Fußball, wohl aber gegen die Riesenanlage am Standort Feldwiese.

Lediglich in einem Sprengel wurde die Feldwiesenanlage eher knapp abgelehnt, gleichzeitig aber der Sanierung des alten Platzes eine Riesenabfuhr erteilt – ein recht offensichtlicher Zusammenhang. Das ist jetzt doch eine skurrile Situation, dass die Mitglieder des SCM gegen die Verbesserung ihrer Trainingsmöglichkeiten stimmen.

Endlich sachliche Gespräche
Da aber die Mehrzahl der Leute sehr wohl eine Verbesserung der Situation wünscht, wird es jetzt auf sachliche, ruhige Gespräche ankommen, wie denn nun das Problem klug zu lösen ist. 

Äußerungen wie jene von BGM Buchner im Kurier, er warte auf Alternativprojekte seitens der Kritiker des Feldwiesenprojektes, sind zwar eher nicht Anlass zu diesbezüglichem Optimismus. Schließlich kann ja ein Bürgermeister wohl nicht ernstlich erwarten, dass einzelne Gemeinderäte oder gar Privatpersonen mit ihrem Privatvermögen Studien in Auftrag geben. Und zur inhaltlichen Mitarbeit sind die Angesprochenen ohnehin seit Jahren bereit, beziehungsweise haben in G21 schon ihren Beitrag geleistet. Nur eingeladen wurden sie bis jetzt noch nicht ernstlich. Alibiarbeitsgruppen braucht keiner mehr.

Ich denke, es ist hoch an der Zeit, nach dieser aufreibenden und die Gemeinschaft sehr belastenden Auseinandersetzung endlich ALLE an einem Tisch zu versammeln und in Ruhe über finanzielle und technische Möglichkeiten und sportliche Notwendigkeiten zu reden.

Und hier das vorläufige Ergebnis: 

Sprengel 1 Sprengel 2 Sprengel 3 Sprengel 4 Gesamt   
wahlberechtigt 1164 1090 882 890 4026  
abgegeben 772 576 445 532 2325  
Frage 1   JA 287 192 153 244 876          39,89%
Frage 1  NEIN 441 347 270 262 1320        60,11%
Frage 2    JA 368 278 227 146 1019       49,11%
Frage 2  NEIN 322 238 166 330 1056       50,89%

Danke!

Bei allen, die sich in Gesprächen, Diskussionen, durch Verbreitung von Informationen, oder sonstwie aktiv daran beteiligt haben, dass so viele BürgerInnen ihre Meinung zum Ausdruck gebracht haben, wollen wir uns herzlich bedanken. Insbesondere hat die Bürgerinitiative allen Verantwortlichen vor Augen geführt, dass in Mauerbach mündige Bürger wohnen, die für ihre Anliegen bereit sind zu kämpfen. Das Wahlergebnis und vor allem die hohe Wahlbeteiligung geben allen diesen Engagierten Recht.

Das schlimmste Ergebnis wäre nämlich eines gewesen, dass nur von einer verschwindenden Minderheit getragen worden wäre.

Ursula Prader und das Team der Grünen Mauerbach

FELDWIESENFEST AM 6. JUNI 2015, 15 UHR

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FAQ ZUM THEMA FELDWIESE

Liebe MitbürgerInnen! Liebe Freunde!

Da wir in vielen Gesprächen in den letzten Tagen immer wieder ähnliche Fragen gehört haben, und überdies die Aktivitäten des Fußballclubs Unwahrheiten verbreiten, haben wir uns entschlossen, uns noch ein letztes Mal an Sie/Euch zu wenden. Sicher können wir so noch einige Unklarheiten beseitigen und Gerüchte klären.

1. Wie wird gewählt?
Auszug aus der NÖ Gemeindeordnung: „Die Frage, die durch die Volksbefragung zu entscheiden ist, ist so eindeutig zu stellen, dass sie entweder mit “Ja” oder “Nein” beantwortet oder im Falle, dass über zwei oder mehrere Varianten entschieden werden soll, die gewählte Variante bestimmt bezeichnet werden kann. … Die Stimmzettel dürfen nur auf “Ja” oder “Nein” lauten. Im Falle, dass über zwei oder mehrere Varianten entschieden werden soll, müssen die Varianten so bezeichnet werden, dass der Wille des Stimmberechtigten eindeutig erkennbar ist.“
In unserem Fall scheint sich die Behörde nicht ganz einig zu sein, ob es sich um 2 komplett getrennte Fragen oder um
2 Varianten handelt. Entscheidend ist, dass der Wählerwille zum Ausdruck kommt. Also sind auch 2 mal nein oder oder
2 mal ja möglich, wenn man es als 2 unabhängige Fragen sieht.
Schade, dass die oberste Wahlbehörde der Gemeinde uns darüber nicht im Vorfeld genau Auskunft erteilt hat.Wir werden daher ein waches Auge auf den Wahlverlauf und auf die Auszählung haben.

2. Alternative Standorte für einen Fußballplatz?
Ja, es gibt zumindest eine weitere Variante: Der alte Platz wird verbaut, eine neuer Platz wird an der Hainbucherstraße, unterhalb des Friedhofes errichtet. An diesem Standort wäre das Verkehrsproblem kostenneutral zu lösen, da man die (Ausweich-)Parkplätze für Kartausenveranstaltungen nützen könnte. Das Gelände ist fast eben, daher sind keine gigantischen Erdbewegungen wie auf der Feldwiese nötig und der Bau käme sicher billiger. Man könnte auch kleiner beginnen und je nach Finanzlage ausbauen.
Das Gebiet ist zwar in Privatbesitz, allerdings könnte man verpachtete Felder auf der Feldwiese dagegen tauschen.
Die Aussage BGM Buchners, dort sei es nicht möglich, wird durch häufiges wiederholen nicht wahrer, niemand sonst war bei einer einmaligen Begehung vor 4 Jahren dabei.

3. Muss der Tennisplatz verschwinden, wenn man die Feldwiese in Grünland- Landwirtschaft rückwidmet?
Nein, natürlich nicht. Sowohl das Areal des Tennisclubs als auch der Spielplatz blieben natürlich in ihrer Widmung erhalten. Niemand will den Tennisplatz vertreiben oder gar den Kinderspielplatz in landwirtschaftlichen Grund umwidmen. Dahingehende Facebook-Ansagen und Meldungen sind böswillige und wenig intelligente Unterstellungen.

4. Wird leistbares Wohnen verhindert, wenn die Feldwiese erhalten bleibt und der alte Platz nicht an einen Bauträger verkauft wird?
Die Tatsachen: Ein Bauträger (kein Wohltätigkeitsverein!) hat der Gemeinde ein Anbot gestellt. Er hat bei der Veranstaltung in der Schlossparkhalle für sein Projekt mit dem gerne gehörten Argument vom „leistbaren Wohnen“ Werbung gemacht.
Was aber nicht gesagt wurde:

  • Die Steuerfrage (Spekulationssteuer bei Wertsteigerung des Grundstückes durch Umwidmung in Bauland) wurde nie erörtert.
  • Der Bauträger will der Gemeinde den Preis von 2,8 Mio. (andere sprechen von 2,4 Mio) nur dann bezahlen, wenn ihm die Gemeinde eine Sonderregelung einräumt und von den vorgeschriebenen 2 Stellplätzen pro Wohneinheit“ Abstand nimmt. (Tiefgarage ist wegen des Grundwasserstandes nur unter hohen Kosten möglich).
  • Der alte Platz befindet sich an der Stelle eines zugeschütteten Teiches! Nun kann man sich gut vorstellen, wie schwierig es ist, auf einem solchen Grund zu bauen. Es ist daher wenig wahrscheinlich, dass hier besonders günstige Wohnungen entstehen werden.
  • An diesen drei Beispielen sieht man schon, dass es hier mehr ungelöste Fragen als klare Antworten gibt. Platz verbauen = billige Startwohnungen ist eine allzu simple Milchmädchenrechnung.

5. Worum geht es am Sonntag?
Ein Brief des SCM suggeriert, dass in Zukunft auch alle Mauerbacher darüber entscheiden werden, ob ein Straßenzug, in dem eh nur 100 Anrainer fahren, saniert wird oder die Straßenbeleuchtung erneuert, ob es wirklich einen Kindergarten braucht, der ja nur für einige Kinder da ist, ect…
Er suggeriert, dass es am Sonntag um viel mehr geht als um die Entscheidung, wo ein neuer Fußballplatz entstehen soll.
Falsch. Es geht am Sonntag definitiv darum, wo dem SCM eine bessere Trainings- und Spielmöglichkeit geboten werden kann, es geht aber auch darum, ob den vielen Menschen, die die Feldwiese so schätzen und lieben, das Recht auf diesen Naherholungsraum eingeräumt wird. In diesem Fall gibt es keinen Alternativstandort, weil die Feldwiese einmalig ist.
Ja, da prallen 2 Meinungen aufeinander. Und es ist so, dass sich die Debatte in den letzten Monaten sehr dem Finanziellen zugewandt hat, da viele den Eindruck gewonnen haben, die ÖVP und der SCM versuchen mit geschönten Zahlen, ihr gemeinsames Projekt durchzuboxen.

6. Wie kommt man zu 220 Spielern?
Die vielen Trainer und MitarbeiterInnen des Fußballclubs leisten unzählige ehrenamtliche Stunden Jugendarbeit. Das machen andere Vereine auch und dafür gebührt allen große Wertschätzung und Anerkennung.
Was aber schwer zu verstehen ist: Wenn ich einen überstrapazierten Rasenplatz habe, ist es nicht nachzuvollziehen, warum ich auf Teufel komm raus die Zahl der Spieler in die Höhe schrauben will: Der SCM machte in Wien WERBUNG um neue SpielerInnen zu bekommen und spricht voll Stolz von seinem „Fußballkindergarten“.
Es spricht gar nichts dagegen, dass Wiener Kinder bei uns spielen. Aber wenn es so viele Mauerbacher Fußballbegeisterte gibt, dann kann man aus Platzgründen eben nur diese und eben erst ab der U7 aufnehmen.
Und zuerst die Mitglieder möglichst hinaufzuschrauben und damit die Legitimation für eine riesige Anlage zu begründen ist nicht in Ordnung und nicht klug.

7. Keine Betriebskosten für die Gemeinde?
Der SCM beteuert, er habe die Anlage bisher betreut und werde das auch in Zukunft so halten (soll heißen, der Gemeinde entstehen keine dauernden finanziellen Belastungen) – geht das?
Das geht so sicher nicht! Ein 30.000m²-Gelände mit 2,5 Fußballfeldern kann man nicht so nebenher pflegen. Alle Erfahrungen in anderen Gemeinden, alle Auskünfte bei Sportplatzfirmen und im Internet ergeben einen hohen Betreuungsbedarf, 80.000€ sind pro Jahr sicher zu veranschlagen. Andernfalls sieht der Platz in wenigen Jahren genauso aus wie der alte.
Ein 600m²-Clubhaus (um 800 000€) kann man nicht so nebenher sauber halten, heizen, von Wasser und Kanalgebühren für diese riesige Fläche ganz zu schweigen.

8. Erziehung zu Toleranz
In seinem Flugblatt spricht der SCM davon, dass er es als sein Ziel betrachtet, die Kinder zu Toleranz und respektvollem Umgang miteinander zu erziehen. So wie die laufenden Debatte von Seiten des SCM geführt wird, klingt das, vorsichtig ausgedrückt, nach frommem Wunsch.
Und die Kinder durch Mauerbach zu schicken und Klinken zu putzen wie Politiker vor einer Wahl, das muss man hinterfragen dürfen. Es bleibt der ungute Eindruck, dass Kinder für eine Sache, bei der sie nicht annähernd alle Fakten und Hintergründe kennen und verstehen (können), instrumentalisiert werden.

9.“Wer gegen die Fußballanlage auf der Feldwiese stimmt, ist gegen Kinder, Jugendliche und Vereine.“
Diese Aussage disqualifiziert sich selbst, sie ist dazu angetan, all jene zu diffamieren, die ganz einfach gerne auf der Feldwiese sind. Und das sind gerade Eltern, die dort Kindergeburtstage feiern, Kinder und Jugendliche, die dort spielen wollen, aber auch Menschen ohne Kinder oder ältere Leute. Die Feldwiese zu lieben heißt wirklich nicht, etwas gegen Kinder zu haben.

Eines der Plakate des SCM wirbt mit dem Slogan, es ginge um den Fortbestand der Vereine: Der Bestand der Blasmusik, des Museumsvereines und anderer hängt nur insoferne mit dem Bau der Fußballanlage zusammen, dass bei einer massiven Verschuldung der Gemeinde für diese Vereine noch weniger Geld zur Verfügung stehen wird.

Eines muss der Wahrheit halber auch einmal deutlich gesagt werden:
Für Mauerbachs Jugendliche gibt es einigen Nachholbedarf: Skaterplatz, Beachvolleyballplatz und Jugendtreff. Alles im G21-Projekt mit Nonconform schon besprochen und geplant. Durch die Fußballanlage für den SCM auf der Feldwiese werden daher den Mauerbacher Jugendlichen, die nicht vereinsmäßig Fußball spielen möchten – und das sind sehr viele !- die Chancen auf baldige Verwirklichung ihrer legitimen, dringenden Anliegen außerordentlich geschmälert! Die Fußballer des SCM sind NICHT die gesamte Jugend von Mauerbnach!

Bitte treffen Sie Ihre Entscheidung nach sachlichen Gesichtspunkten und lassen wir Parteipolitik, Machtkämpfe und Intrigen soweit es geht aus dem Spiel!
Sollten Sie/ihr noch Fragen haben, scheuen Sie sich nicht, uns zu kontaktieren.

Bitte leiten Sie dieses Mail zur Information an möglichst viele Interessierte weiter!
Wir bedanken uns im Voraus für Ihre Mühe!
Mit freundlichen Grüßen

GGR Ursula Prader              GR Michael Felzmann                       GR Monika Kisser-Iordanopoulos
Vorstand                                Vorsitzender Prüfausschuss                Vorsitzende Umweltausschuss
TEL: 01/979 97 95                 0664/4614659                                      0664/2532509
MOBIL: 0660/579 81 84        office@felzmannbau.at                         monika.kisser@gmx.at
ursula.prader@gmx.at

GRÜNE STIMMEN IM GEMEINDERAT GEGEN DIE VOLKSBEFRAGUNG

da wir den 14. Juni 2015 zur Abhaltung für wesentlich zu früh erachten.

Die Gründe dafür sind:

  • die Kosten und die Finanzierung des Projektes Feldwiese ist reine, unverantwortliche Spekulation
  • der Zeitraum von 2 Monaten reicht für die Ausarbeitung eines alternativen Projektes (wie im VP-SP Arbeitsübereinkommen festgelegt) nicht aus, selbst wenn man die finanziellen Mittel der Gemeinde Mauerbach dafür verwenden könnte wie beim Projekt Feldwiese, – dessen Entwicklung sich trotzdem über Jahre hinzog!
  • der Bedarf des Fußballvereins ist nicht geklärt, es gibt kein Konzept für eine sportliche Entwicklung in Mauerbach, andere Sportarten werden trotz immenser Kosten nicht berücksichtigt,
  • beide Regierungsparteien fühlen sich an das Ergebnis gebunden und sollte diese Bindung im Gemeinderat beschlossen werden, sieht die Gemeindeordnung §63 vor, dass dann …das Ergebnis der Volksbefragung einem Gemeinderatsbeschluss gleichzuhalten ist, wenn gleichzeitig für die Bedeckung allfälliger Auslagen vorgesorgt wird. Das ist aber nicht der Fall. Im Budget 2015 und 2016 sind keine Mittel für den Sportplatz vorgesehen
  • Die Gemeindeordnung sieht vor, dass der Initiativantrag fristgerecht im Gemeinderat behandelt werden muss, für eine Terminfindung macht die Gemeindeordnung jedoch keine Vorgaben. Somit wäre nach der Gemeindeordnung noch ausreichend Zeit nach Alternativen zu suchen
  • wir wollen verhindern, dass Mauerbach in ein finanzielles Desaster schlittert, denn das scheint aus heutiger Sicht ein durchaus realistisches Szenario zu sein

Michael Felzmann

RÜCKBLICK INFOVERANSTALTUNG SPORTPLATZ

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Am Sonntag, dem 23.11. fand im Pfarrsaal der Pfarre Maria Rast in Steinbach eine Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative „Rettet die Feldwiese“ gemeinsam mit SPÖ, Grünen und Wir-für-Mauerbach statt.

Zu Beginn referiert Herr DI Fux, erfahrener Sportstättenplaner, über die branchenübliche Vorgehensweise beim Neubau von Sportstätten. Bedarfserhebung (z.B. wie viele Trainingsstunden pro Woche), finanzielle Möglichkeiten, Standortwahl, … Europaweit zeige sich ein Trend weg vom organisierten Mannschaftssport hin zu Individualsportarten wie Skaten, Boldern, Mountainbiken. Er empfiehlt dringend, ein sportliches Gesamtkonzept zu erstellen und nicht eine Anlage einzeln zu planen.

Nachdem wir gemeinsam mit der SPÖ und der Liste „Wir für Mauerbach“ unsere Mandate für den Gemeinderat niedergelegt haben um zu verhindern, dass der Gemeinderat Beschlüsse fasst, die auf die Verbauung der Feldwiese mit dem Sportplatz der ÖVP hinauslaufen würden, haben wir erfreulicherweise viel positive Rückmeldungen von Menschen bekommen, denen dieser einzigartig schöne Platz sehr am Herzen liegt und die dessen barbarische Zerstörung verhindern wollen.

 

Uns ist die Problematik rund um den bestehenden Sportplatz durchaus bewusst und wir verwehren und nicht dagegen, dass dem Fußballverein eine zeitgemäße Trainingsanlage zur Verfügung gestellt wird. Wofür wir allerdings überhaupt kein Verständnis haben ist, dass dieser Sportplatz „alternativlos“ auf der Feldwiese errichtet werden soll.

 

Da es uns in den letzten Jahren nicht gelungen ist, Bürgermeister Buchner und seinen Mitregierenden den unschätzbaren Wert dieser Landschaft für Mauerbach zu vermitteln und er trotz massiven Widerstandes von großen Teilen der Mauerbacher Bevölkerung an diesem unseligen Projekt festhält, besteht wohl die einzige Möglichkeit, sein Sportplatzprojekt zu verhindern darin, ihn bei den nächsten Gemeinderatswahlen abzuwählen. Erst wenn die Mehrheitsverhältnisse in Mauerbach so verändert werden, dass Bürgermeister Buchner im Gemeinderat keine Mehrheiten mehr zu Stande bringt, besteht für eine neue Gemeinderegierung die Möglichkeit, das Naturjuwel Feldwiese durch Umwidmung dauerhaft vor dem Zugriff weniger Betonierer zu schützen.

GRÜNE Mauerbach

10 FRAGEN UND ANTWORTEN ZUR FELDWIESE

 NULLSUMMENSPIEL 

Antwort:

Der Fußballplatz ist derzeit Eigentum der Mauerbacher Bevölkerung und nach dem Verkauf an eine Wohnbaugesellschaft ist er das nicht mehr. Oder ist es dann allen MauerbacherInnen möglich, den neuen Sportplatz zu nutzen wie sie jetzt die Feldwiese nutzen können? Das wird wohl nicht so sein. Also wo genau ist hier die Nullsumme? Es ist doch so, dass die Mauerbacher Bevölkerung  die Errichtung des Sportplatzes einerseits mit dem Verkauf von öffentlichem Gut und andererseits mit dem unwiederbringlichen Verlust eines Naherholungsgebietes zu bezahlen hat.  Ein Nullsummenspiel wäre es, wenn für den Erlös des Fußballplatzes beispielsweise der Kutscherstall zum Gemeindeamt umgebaut wird, sodass der Erlös aus dem Verkauf eines öffentlichen Gutes zur Wertsteigerung eines andern öffentlichen Gutes dient.

 LANDSCHAFTSSCHUTZGEBIET 

Antwort:

Die Feldwiese liegt im Landschaftsschutzgebiet Wienerwald (Biosphärenpark). Schutzobjekte sind „die Schönheit und Eigenart der Landschaft“ und  der besondere Wert für „die Erholung der Bevölkerung.“ Bauvorhaben, die diese Ziele beeinträchtigen oder unmöglich machen, ist  laut Gesetz die Bewilligung  zu versagen. Allerdings werden die Schönheit und auch der Erholungswert subjektiv wohl recht unterschiedlich empfunden, manchmal auch gar nicht. In unserem Fall greift der gesetzliche Schutz offenbar nicht, es werden gerade einmal Ausgleichsmaßnahmen vorgeschrieben.

 AUSGLEICHSMAßNAHMEN 

Antwort:

An der Feldwiese am meisten geschätzt werden die freie Sicht, die sonnige, schöne, offene Lage, die in Mauerbach recht rar ist. Als Ausgleichsmaßnahmen werden die Pflanzung von Gehölzen bis fast zum Römerbrunnen (Grillplatz) und Erdwälle von vier Metern Höhe, mit Sträuchern obendrauf, an mehreren Stellen entlang dem Sportplatz vorgeschrieben. Gehölzpflanzungen und Erdwälle als Ausgleich für die Zerstörung der freien Aussicht, wie soll das funktionieren?

 DIE ÄCKER KÖNNEN SCHON JETZT NICHT BETRETEN WERDEN 

Antwort:

Die derzeit nur verpachteten Felder sind im Wechsel zwischen Aussaat, Ernte und Brache Teil des von vielen so geschätzten Gesamteindrucks der Feldwiese. Somit können diese Flächen nicht Ausrede dafür sein, zusätzliche Flächen durch Zäune und Sichtbarrieren gänzlich abzuschneiden.

 HUNDEKOT AUF DER FELDWIESE 

Antwort:

Das ist richtig, die Hundehaufen in den Feldern sind für den Landwirt ein großes Problem. Möglicherweise wissen viele Hundebesitzer nicht, dass die Tiere das Heu solcher verunreinigter Wiesen nicht mehr fressen. Aufklärungsarbeit könnte hier Abhilfe schaffen. Mit der Verbauung der Feldwiese hat das Hundekotproblem aber eigentlich nichts zu tun. (Es sollte nur rasch gelöst werden!)

 APFELALLEE BLEIBT ERHALTEN 

Antwort:

Laut Plänen sollen nur einige Bäume im unteren Bereich dem Bau zum Opfer fallen. Allerdings ist  im Bescheid ein Abstand des Baugeschehens von vier Metern zum Stamm vorgeschrieben. Gleichzeitig steht im technischen Bericht, dass eine zwei Meter breite Baugrube nötig ist. Bei den sehr knappen Platzverhältnissen kann sich das nicht ausgehen, weshalb vermutlich eine ganze Reihe von Bäumen im Zuge der Bauarbeiten oder kurz danach eingehen werden. Weiters rücken die geplanten Erdwälle so nahe an die Apfelbäume, dass sich diese weg von den Wällen hin zum Weg neigen werden und so aus Sicherheitsgründen in einigen Jahren gefällt werden müssen.

 BM BEHAUPTET GEMEINDEAMT KANN DURCH MANDATSRÜCKLEGUNG NICHT GEBAUT WERDEN 

Antwort:

Bei der letzten Gemeinderatssitzung wurde die Vergabe der Generalplanungsarbeiten an die  Firma Immorent beschlossen. Es kann daher die Baubewilligung erwirkt, geplant, ausgeschrieben und die Vergabe der Gewerke vorbereitet werden. Die Beauftragung an Fachfirmen kann ab Februar 2015 nach den Gemeinderatswahlen erfolgen.  Verzögerungen entstehen jedenfalls keine.

 HAINBUCHERSTRASSE IST ALS ALTERNATIVE DEFINITIV NICHT BRAUCHBAR 

Antwort:

Es gab keine genauere Untersuchung der Brauchbarkeit dieses Standortes. Die seinerzeit präsentierte Ministudie dazu ist dermaßen unbrauchbar, dass man sie besser vergisst (detaillierte Stellungnahme dazu kann angefordert werden). Danach erfolgte noch eine Begehung durch Sachverständige des Bezirks, dessen Ergebnis ein Protokoll voller Widersprüche war. Somit gibt es weder ein Gutachten noch einen ablehnenden oder gar bindenden Bescheid.

 ALLE INFOS SIND ÖFFENTLICH EINSEHBAR 

Antwort:

Wo sind die Projektunterlagen, wo sind die Angebote von Fachfirmen,  die zur Ermittlung der genauen Kosten führten, auf Grund derer im 2. Nachtragsvoranschlag das Budget für den Sportplatz korrigiert wurde? 

Wo sind die „bindenden“ Beurteilungen und Urteile von den Experten und Sachverständigen und auf Basis welcher Projektunterlagen wurden diese Urteile gefällt? Wurden Bescheide ausgestellt?

Woher stammt das Wissen, das die Kosten bei einem anderen Standort finanziell nicht machbar sind?  Wo sind die Projektunterlagen, wo sind die Angebote von Fachfirmen,  die zur Ermittlung der dieser Kosten führten?

 WARUM SAß NIEMD VON DEN GEGNERN DES PROJEKTS BEI DER PRÄSENTATION MIT AM PODIUM 

Antwort:

Die Veranstaltung war wohl nicht dazu gedacht, eine ausgewogene Debatte über alle Für und Wider des Vorhabens zu führen. Belegt wird das durch die recht parteiische Gesprächsleitung, das Weghören der Veranstalter bei wildem Gejohle, oder durch die Art des Moderators, Fragen rasch runterzulesen, und keineswegs auf Antworten zu warten (oder auf ihnen zu bestehen). Das war die Show des Bürgermeisters, bei der es um Reklame ging, nicht aber ums Zuhören.

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Die Aufgabe war, unter mehreren möglichen Plätzen den bestgeeigneten Standort für einen Fußballplatz zu finden. Also ließ man einen G-21-Arbeitskreis eine Liste von alternativen Plätzen...

Kein Bild vom Sportplatz

Wenn Sie in den letzten Monaten die Informationsblätter der Bürgerinitiative „Rettet die Fedwiese“ durchgelesen haben, auf der Homepage gestöbert oder die Unterlagen auf der Gemeindehomepage...